Durch die Einführung der Kunstdünger wurden die natürlichen Nährstoffe (Mist, Gülle) zum
Großteil aus der heutigen Landwirtschaft verdrängt.
Dies hatte zur Folge, dass die Böden und die Grundwasserreserven hohen Belastungen ausgesetzt wurden
und der natürliche Dünger (Klärschlamm) nicht wieder in den Kreislauf der Natur
eingebunden, sondern unter hohem technischen und finanziellen Aufwand verwertet werden muss.
Die anfallenden, zum größten Teil kommunalen Abwässer aus dem Pielachtal und den Nebentälern werden
in der Kläranlage Pfaffing mechanisch und biologisch gereinigt.
Schlammbehandlung
Der Rohschlamm wird vom Abwasser in der mechanischen Reinigungsstufe getrennt und folgt von da an einem
eigenen Behandlungsprozess. Nach der Eindickung des Rohschlammes wird dieser dem Faulturm zugeführt,
wo er über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten bei 35° ohne Sauerstoff ausfault. Das daraus gewonnene
Klärgas wird anlagenintern für den Betrieb des Blockheizkraftwerks mit angeschlossener Stromerzeugung
genutzt. Der ausgefaulte Schlamm wird in Speicherbecken gelagert und turnusmäßig alle 3-4 Monate
maschinell entwässert, wobei das Restprodukt humusähnlich ist und per LKW verfrachtet werden kann bzw. muss.